Mai 11

Frage der Woche: Sternbilder

von Tanja Morschhäuser

Was sind Sternbilder und wie sind sie entstanden?

Das Sternbild Jeder, der schon einmal bewusst zum Sternenhimmel hinaufgeschaut hat, hat schon nach ihnen gesucht: den Sternbildern „großer Wagen“, „Orion“ oder „Cassiopeia“. Von der Erde aus gesehen bilden die Sterne dieser Sternbilder auffällige Gruppierungen, die unter anderem von den Babyloniern und im antiken Griechenland ihre Namen bekamen. Würde man die Sternbilder jedoch vom dem Weltall aus betrachten, wäre von den Gruppierungen nicht mehr viel übrig – die Sterne sind in Wahrheit viele Lichtjahre voneinander entfernt und bilden nur von der Erde aus die Formen, die wir als „Sternbilder“ wahrnehmen.

Orientierung am Nachthimmel

Trotzdem gibt es sie – zur Kartierung des Nachthimmels. Nebenbei ist es so natürlich auch leichter, sich am Himmel zu orientieren. Beispielsweise führen der „kleine Wagen“ und auch der „große Wagen“ zum Polarstern, der immer im Norden steht. Solches Wissen hat die Navigation ermöglicht, lange bevor es moderne Navigationsmöglichkeiten gab.

88 „offizielle“ Sternbilder

Heute gibt es genau 88 „offizielle“ Sternbilder, die von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) festgelegt wurden. Darunter befinden sich neben Begriffen aus der Wissenschaft und Schifffahrt („Mikroskop“, „Oktant“, „Schiffskompass“) Figuren aus der Mythologie („Andromeda“, „Bootes“, „Cepheus“, „Perseus“), die Sternbilder des Tierkreises („Krebs“, „Jungfrau“, „Waage“) und Begriffe aus dem Tierreich („Schwan“, „Tukan“, „Wolf“, „Pfau“).