Mai 17

Frage der Woche: Supernova

von Tanja Morschhäuser

Was ist eine Supernova?

X-ray: NASA/CXC/J.Hester (ASU); Optical: NASA/ESA/J.Hester & A.Loll (ASU); Infrared: NASA/JPL-Caltech/R.Gehrz (Univ. Minn.)Eine Supernova ist die Explosion eines Sterns. Dabei kann sich die Leuchtkraft um das Millionenfache vergrößern, so dass man den Eindruck gewinnen könnte, ein neuer Stern sei entstanden. Genau das dachte man früher – daher kommt der Wortteil „Nova“ („neu“). Heute weiß man allerdings, dass eine Supernova den „Tod“ eines Sterns markiert.

Zwei Supernova-Typen

Credit: NASA, ESA, HEIC, and The Hubble Heritage Team (STScI/AURA)Es gibt zwei Arten von Supernovae: Beim Typ 1 ist ein Doppelsternsystem beteiligt, ein so genannter „weißer Zwerg“ bekommt dabei Brennmaterial von einem nahen Begleiter, bis der ganze Stern schließlich explodiert. Typ 2 ist ein massereicher Stern, der sein Brennmaterial verbraucht hat, sich deshalb nicht mehr stabil halten kann und explodiert. Zurück bleiben Überreste, die so genannten „Emissionsnebel“. Ein bekanntes Supernovaüberbleibsel ist der Krebsnebel, eine bekannte Supernova trägt den Namen 1987A und wurde in der großen Magellanschen Wolke entdeckt.

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Mai 11

Frage der Woche: Sternbilder

von Tanja Morschhäuser

Was sind Sternbilder und wie sind sie entstanden?

Das Sternbild Jeder, der schon einmal bewusst zum Sternenhimmel hinaufgeschaut hat, hat schon nach ihnen gesucht: den Sternbildern „großer Wagen“, „Orion“ oder „Cassiopeia“. Von der Erde aus gesehen bilden die Sterne dieser Sternbilder auffällige Gruppierungen, die unter anderem von den Babyloniern und im antiken Griechenland ihre Namen bekamen. Würde man die Sternbilder jedoch vom dem Weltall aus betrachten, wäre von den Gruppierungen nicht mehr viel übrig – die Sterne sind in Wahrheit viele Lichtjahre voneinander entfernt und bilden nur von der Erde aus die Formen, die wir als „Sternbilder“ wahrnehmen.

Orientierung am Nachthimmel

Trotzdem gibt es sie – zur Kartierung des Nachthimmels. Nebenbei ist es so natürlich auch leichter, sich am Himmel zu orientieren. Beispielsweise führen der „kleine Wagen“ und auch der „große Wagen“ zum Polarstern, der immer im Norden steht. Solches Wissen hat die Navigation ermöglicht, lange bevor es moderne Navigationsmöglichkeiten gab.

88 „offizielle“ Sternbilder

Heute gibt es genau 88 „offizielle“ Sternbilder, die von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) festgelegt wurden. Darunter befinden sich neben Begriffen aus der Wissenschaft und Schifffahrt („Mikroskop“, „Oktant“, „Schiffskompass“) Figuren aus der Mythologie („Andromeda“, „Bootes“, „Cepheus“, „Perseus“), die Sternbilder des Tierkreises („Krebs“, „Jungfrau“, „Waage“) und Begriffe aus dem Tierreich („Schwan“, „Tukan“, „Wolf“, „Pfau“).

Mai 10

Eine Nacht unter den Sternen

von Tanja Morschhäuser

Ein Abend Ende April. Es soll die erste halbwegs sternenklare Nacht seit Monaten werden und das wollen die Sternengucker der Arbeitsgemeinschaft Astronomie und Weltraumtechnik Darmstadt (AAW) nutzen. Am Mühltalbad in Darmstadt-Eberstadt, abseits der Straßenbeleuchtung der Stadt, treffen sich die Mitglieder um endlich einmal wieder ihrem Hobby zu frönen. Die Astronomen holen lange Stangen aus den Kofferräumen ihrer Autos und schrauben ihre selbstgebauten Teleskope zusammen – von Weitem könnte man den Eindruck bekommen, dem Aufbau eines Zeltlagers zuzuschauen. Nach und nach trudeln die ersten Neugierigen ein, die auch einmal durch ein Teleskop schauen wollen.

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Apr 19

Frage der Woche: Sterne und Planeten

von Tanja Morschhäuser

Was ist der Unterschied zwischen Sternen und Planeten?

Der Saturn © Sebastian Voltmer, weltraum.comEin Planet ist ein Himmelskörper, der sich in einer Umlaufbahn um einen Stern bewegt. Dabei produziert er kein eigenes Licht, sondern reflektiert das Licht des Sterns. Merkur, Venus, die Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun – die Planeten unseres Sonnensystems – bewegen sich in Umlaufbahnen um ihren Stern: die Sonne.

Kleinplaneten und Exoplaneten

Neben den Planeten unsere Sonnensystems gibt es Zwergplaneten wie Pluto, der bis 2006 zu den Planeten gezählt wurde. 1995 hat der Genfer Forscher Michel Mayor den ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems – einen so genannten Exoplaneten – entdeckt. Momentan sind über 270 solcher Exoplaneten bekannt – Leben scheint dort aber nicht möglich zu sein.

Selbstleuchtende Gaskugeln

Sonnenfinsternis © Sebastian Voltmer, weltraum.comIm Gegensatz zu Planeten sind Sterne selbstleuchtende Gaskugeln – unsere Sonne ist der Stern, der uns am nächsten steht. Alle anderen Sterne sind so weit von unserer Erde entfernt, dass man sie auch mit Hilfe eines Teleskops nur als Punkt sehen kann. Nach der Sonne ist Proxima Centauri der uns nächste Stern – in einem Abstand von 4,2 Lichtjahren. Neben den „normalen“ Sternen gibt es Sonderformen wie weiße Zwergsterne, Neutronensterne und schwarze Löcher, die jeweils nur in bestimmten Phasen der Sternentwicklung – beispielsweise am Ende – auftreten.