Mai 10

Eine Nacht unter den Sternen

von Tanja Morschhäuser

Ein Abend Ende April. Es soll die erste halbwegs sternenklare Nacht seit Monaten werden und das wollen die Sternengucker der Arbeitsgemeinschaft Astronomie und Weltraumtechnik Darmstadt (AAW) nutzen. Am Mühltalbad in Darmstadt-Eberstadt, abseits der Straßenbeleuchtung der Stadt, treffen sich die Mitglieder um endlich einmal wieder ihrem Hobby zu frönen. Die Astronomen holen lange Stangen aus den Kofferräumen ihrer Autos und schrauben ihre selbstgebauten Teleskope zusammen – von Weitem könnte man den Eindruck bekommen, dem Aufbau eines Zeltlagers zuzuschauen. Nach und nach trudeln die ersten Neugierigen ein, die auch einmal durch ein Teleskop schauen wollen.

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Apr 19

Frage der Woche: Sterne und Planeten

von Tanja Morschhäuser

Was ist der Unterschied zwischen Sternen und Planeten?

Der Saturn © Sebastian Voltmer, weltraum.comEin Planet ist ein Himmelskörper, der sich in einer Umlaufbahn um einen Stern bewegt. Dabei produziert er kein eigenes Licht, sondern reflektiert das Licht des Sterns. Merkur, Venus, die Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun – die Planeten unseres Sonnensystems – bewegen sich in Umlaufbahnen um ihren Stern: die Sonne.

Kleinplaneten und Exoplaneten

Neben den Planeten unsere Sonnensystems gibt es Zwergplaneten wie Pluto, der bis 2006 zu den Planeten gezählt wurde. 1995 hat der Genfer Forscher Michel Mayor den ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems – einen so genannten Exoplaneten – entdeckt. Momentan sind über 270 solcher Exoplaneten bekannt – Leben scheint dort aber nicht möglich zu sein.

Selbstleuchtende Gaskugeln

Sonnenfinsternis © Sebastian Voltmer, weltraum.comIm Gegensatz zu Planeten sind Sterne selbstleuchtende Gaskugeln – unsere Sonne ist der Stern, der uns am nächsten steht. Alle anderen Sterne sind so weit von unserer Erde entfernt, dass man sie auch mit Hilfe eines Teleskops nur als Punkt sehen kann. Nach der Sonne ist Proxima Centauri der uns nächste Stern – in einem Abstand von 4,2 Lichtjahren. Neben den „normalen“ Sternen gibt es Sonderformen wie weiße Zwergsterne, Neutronensterne und schwarze Löcher, die jeweils nur in bestimmten Phasen der Sternentwicklung – beispielsweise am Ende – auftreten.