Menschen, die an Außerirdische glauben, werden meist als Spinner abgetan. Das Forschungsprojekt SETI@home der Universität Berkeley ist jedoch ein ernsthaftes Unterfangen, außerirdisches Leben zu finden. Seit neun Jahren läuft das wissenschaftliche Experiment, das weltweit auf tausende Teilnehmer und Rechner zugreifen kann, um Radiodaten auf der Suche nach außerirdischen Signalen auszuwerten.
Teilnehmen kann jeder PC-Besitzer
Die Abkürzung SETI steht für „Search for Extraterrestrial Intelligence“, „@home“ bedeutet, dass jeder von zu Hause aus an dem Projekt teilnehmen kann. Alles, was die Teilnehmer dazu benötigen, ist ein Computer mit Internetzugang. Auf diesem Rechner wird die Software „BOINC“ installiert. Über das Internet wird BOINC mit Daten versorgt, die analysiert werden sollen. Diese Daten sind Radiosignale, die ursprünglich vom Arecibo-Radioteleskop in Puerto Rico empfangen wurden. Sie werden von der Universität Berkeley in kleinen Arbeitseinheiten an die Rechner der Teilnehmer geschickt, wo sie von BOINC untersucht werden. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf Signale gelegt, die bestimmte Eigenschaften erfüllen: Sie müssen lauter als die Hintergrundgeräusche sein und innerhalb von zwölf Sekunden an- und wieder abschwellen. So können Signale irdischen Ursprungs, astronomische Objekte und Satelliten als Ursache ausgeschlossen werden. Übrig bleiben – zumindest in der Theorie – Signale von Außerirdischen.
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