Apr 21

Licht – der größte Feind des Astronomen

von Tanja Morschhäuser

Es gibt zwei Dinge, die einem Amateurastronomen die Laune verhageln können: ein bewölkter Himmel und Lichtverschmutzung. Der Begriff „Lichtverschmutzung“ führt in die Irre: Es handelt sich dabei nicht um verschmutztes Licht, sondern um die „Verschmutzung“ des Nachthimmels durch verschiedenste Lichtquellen. Die Auswirkungen der Lichter einer Stadt sind unübersehbar und werden am besten am folgenden Bild deutlich:

Bozen bei Nacht - © lichtverschmutzung.de
Bozen hat etwa 100.000 Einwohner – Sterne am Nachthimmel sucht man hier vergeblich.

Selbst kleine Gemeinden streuen schon so viel Licht in die Atmosphäre, dass man sich weit entfernen muss, um ungestört in den Himmel zu blicken. „Hauptbetroffene sind alle naturinteressierten Menschen“, sagt Dr. Andreas Hänel von der Initiative „Dark Sky“. Die Initiative gegen Lichtverschmutzung ist eine Fachgruppe der Vereinigung der Sternfreunde (VdS). Sie hat sich vorgenommen, über das Problem aufzuklären und Vorschläge zu machen, wie man die Lichtverschmutzung eindämmen kann, ohne auf Sicherheit und Komfort verzichten zu müssen.

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