Eine Nacht unter den Sternen
Ein Abend Ende April. Es soll die erste halbwegs sternenklare Nacht seit Monaten werden und das wollen die Sternengucker der Arbeitsgemeinschaft Astronomie und Weltraumtechnik Darmstadt (AAW) nutzen. Am Mühltalbad in Darmstadt-Eberstadt, abseits der Straßenbeleuchtung der Stadt, treffen sich die Mitglieder um endlich einmal wieder ihrem Hobby zu frönen. Die Astronomen holen lange Stangen aus den Kofferräumen ihrer Autos und schrauben ihre selbstgebauten Teleskope zusammen – von Weitem könnte man den Eindruck bekommen, dem Aufbau eines Zeltlagers zuzuschauen. Nach und nach trudeln die ersten Neugierigen ein, die auch einmal durch ein Teleskop schauen wollen.







Es gibt etwa 150.000 deutschsprachige Amateurastronomen, schätzt der Spektrum-Verlag, in dem unter anderem die Zeitschrift „Sterne und Weltraum“ erscheint. Die Amateurastronomie bietet den Sternenguckern ein breites Spektrum an Betätigungsmöglichkeiten – eine zentrale Rolle spielt dabei die Beobachtung. Es gibt unzählige Objekte und Ereignisse, die beobachtet werden können – einige davon sind bereits mit bloßem Auge zu sehen, während andere eine gute Ausrüstung, vor allem aber Erfahrung und Geduld erfordern.