Jul 12

Der Sternschnuppen-Monat August

von Tanja Morschhäuser

Der Juli ist noch nicht vorbei, da freuen sich passionierte Sternengucker schon auf den August. Sie mögen sich auf die (in Europa nur partiell sichtbare) Sonnenfinsternis am 1. August freuen – doch erst die periodischen Meteorströme im August machen so manche Nacht zu einem richtigen Erlebnis.

Der wohl bekannteste Sternschnuppen“regen“ ereignet sich zwischen dem 9. und 13. August: Die Perseiden, im Volksmund auch als „Laurentius-Tränen“ bekannt. Das Maximum an sichtbaren Sternschnuppen wird in der Nacht vom 11. auf den 12. August erwartet, dann kann man bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zählen – oder den einzigartigen Anblick einfach genießen.

Die Perseiden leiten ihren Namen vom Sternbild Perseus ab, da die Sternschnuppen scheinbar aus dessen Richtung auftauchen. Der Ursprung des Meteorstroms ist allerdings der Komet Swift-Tuttle. Unsere Erde kreuzt seine Bahn jedes Jahr am 12. August und das, was wir als „Sternschnuppen“ wahrnehmen, ist Materie, die der Komet verliert und die letztendlich in der Erdatmosphäre verglüht.

Weitere periodische Meteorströme des Monats August sind die Kappa-Cygniden (2.-24. August), die Cepheiden (um den 17. August) und die Alpha-Aurigiden (25. August bis 5. September). Diese Meteorströme sind jedoch längst nicht so beeindruckend wie die Perseiden – man kann mit einem Maximum von „nur“ fünf bis zehn Sternschnuppen pro Stunde rechnen.

Übrigens: Man kann Sternschnuppen nicht nur zum eigenen Vergnügen beobachten, man kann mit dieser Beobachtung auch der Wissenschaft einen Dienst erweisen. Wie das geht, beschreibt Jan Hattenbach in seinem Blog.

Mai 31

Wie Amateure den Profis helfen können

von Tanja Morschhäuser

Teleskop © Jörg Trampert, pixelio.deDie Astronomie ist eine der wenigen Naturwissenschaften, die Amateuren ein breites Betätigungsfeld bietet. Amateurastronomen können das Sonnensystem und Universum für sich entdecken – und dabei den Berufsastronomen unter die Arme greifen. Um den Wissenschaftlern zu helfen, reicht ein handelsübliches Teleskop vollkommen aus.

„Amateure haben einen klaren Vorteil“, erklärt Sebastian Hönig vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. „Sie müssen nicht wie Profis erst Beobachtungszeit beantragen, die dann bewilligt wird oder nicht, sondern haben mit ihrem eigenen Equipment praktisch jede klare Nacht zur Verfügung.“ Mit der fortschreitenden technischen Entwicklung in den letzten Jahren hat sich die Astronomie immer mehr für Amateure geöffnet. CCD-Kameras und Instrumente, die die Beobachtung automatisieren oder die Steuerung des Teleskops vereinfachen, ermöglichen es den Amateuren, Wissenschaft zu betreiben.

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Mai 17

Astronomie vs. Astrologie

von Tanja Morschhäuser

Horoskop © Claudia Hautumm, pixelio.deDie meisten Amateurastronomen werden früher oder später auf die Astrologie angesprochen. Sei es die Frage nach der Bedeutung einer bestimmten Planetenkonstellation oder die Frage nach dem eigenen Sternzeichen. 98% der Besucher von Volkssternwarten wissen, in welchem Tierkreiszeichen sie geboren wurden – gut 40% von ihnen wissen allerdings nicht, wie sich Astronomie und Astrologie voneinander unterscheiden, schreibt astronomie.de. Denn obwohl die Bezeichnungen sich ähneln, haben Astronomie und Astrologie heute kaum noch etwas gemeinsam. Doch das war nicht immer so. Über einen sehr langen Zeitraum waren Astronomie und Astrologie eng miteinander verflochten.

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Apr 20

Auf der Suche nach außerirdischem Leben

von Tanja Morschhäuser

Screenshot der SETI-Software BOINCMenschen, die an Außerirdische glauben, werden meist als Spinner abgetan. Das Forschungsprojekt SETI@home der Universität Berkeley ist jedoch ein ernsthaftes Unterfangen, außerirdisches Leben zu finden. Seit neun Jahren läuft das wissenschaftliche Experiment, das weltweit auf tausende Teilnehmer und Rechner zugreifen kann, um Radiodaten auf der Suche nach außerirdischen Signalen auszuwerten.

Teilnehmen kann jeder PC-Besitzer

Die Abkürzung SETI steht für „Search for Extraterrestrial Intelligence“, „@home“ bedeutet, dass jeder von zu Hause aus an dem Projekt teilnehmen kann. Alles, was die Teilnehmer dazu benötigen, ist ein Computer mit Internetzugang. Auf diesem Rechner wird die Software „BOINC“ installiert. Über das Internet wird BOINC mit Daten versorgt, die analysiert werden sollen. Diese Daten sind Radiosignale, die ursprünglich vom Arecibo-Radioteleskop in Puerto Rico empfangen wurden. Sie werden von der Universität Berkeley in kleinen Arbeitseinheiten an die Rechner der Teilnehmer geschickt, wo sie von BOINC untersucht werden. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf Signale gelegt, die bestimmte Eigenschaften erfüllen: Sie müssen lauter als die Hintergrundgeräusche sein und innerhalb von zwölf Sekunden an- und wieder abschwellen. So können Signale irdischen Ursprungs, astronomische Objekte und Satelliten als Ursache ausgeschlossen werden. Übrig bleiben – zumindest in der Theorie – Signale von Außerirdischen.

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