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	<title>Sternengucker &#187; Entdecker</title>
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	<description>Das Webdossier rund um Amateurastronomie.</description>
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		<title>Hobby: Supernova-Jäger</title>
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		<comments>http://www.sternengucker.org/index.php/artikel/hobby-supernova-jaeger/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 10:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Entdecker]]></category>
		<category><![CDATA[Entdeckung]]></category>
		<category><![CDATA[Supernova]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskop]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Softwareentwickler Wolfgang Kloehr aus Schweinfurt macht in seiner Freizeit Jagd auf Supernovae. Dazu hat er eine Software geschrieben, die sein Teleskop steuert und 200 bis 300 Galaxien pro Nacht fotografiert. Bisher wurde er sechs Mal fündig - und die Jagd geht weiter.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sternengucker.org/bilder/lupe/supernova-bunt-700x600.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.sternengucker.org/bilder/lupe/supernova-bunt-160x120.jpg" alt="X-ray: NASA/CXC/J.Hester (ASU); Optical: NASA/ESA/J.Hester &#038; A.Loll (ASU); Infrared: NASA/JPL-Caltech/R.Gehrz (Univ. Minn.)" title="X-ray: NASA/CXC/J.Hester (ASU); Optical: NASA/ESA/J.Hester &#038; A.Loll (ASU); Infrared: NASA/JPL-Caltech/R.Gehrz (Univ. Minn.)" align="left" /></a>Eine Supernova ist die plötzlich eintretende Explosion eines Sterns am Ende seiner Lebenszeit &#8211; also eine Art &#8222;Sternentod&#8220;. Die Überreste einer Supernova erzeugen Nebel, die jeden Betrachter in ihren Bann ziehen. Supernova-Überreste wie den &#8222;Krebsnebel&#8220; gibt es unzählige &#8211; Supernovae selbst sind dagegen relativ kurzfristige Ereignisse und werden von vielen Amateurastronomen und Profis weltweit regelrecht &#8222;gejagt&#8220;.</p>
<p>Der Softwareentwickler <a href="http://www.dsi-astronomie.de/" target="_blank">Wolfgang Kloehr</a> aus Schweinfurt begibt sich in seiner Freizeit auf die Suche nach Supernovae. Dazu hat er sich eine eigene Software geschrieben, die sein Teleskop steuert und 200 bis 300 Galaxien pro Nacht fotografiert. Bisher hat er vier Supernovae und zwei Zwergnovae entdeckt &#8211; und die Jagd geht weiter. Ein Interview.</p>
<p><span id="more-12"></span></p>
<p><strong>Herr Kloehr, Sie haben bereits mehrere Supernovae entdeckt. Wie kam es zu den Entdeckungen?</strong></p>
<p><img src="http://www.sternengucker.org/bilder/teaser-mi/kloehr-160x120.jpg" alt="&copy; Wolfgang Kloehr" title="&copy; Wolfgang Kloehr" align="left" />Die Entdeckung der ersten Supernova &#8211; SN2005cs &#8211; war ein Glücksfall. Meine Ausrüstung war noch recht neu und die Suche war noch nicht automatisiert. Die folgenden Entdeckungen gelangen mir dann schon mit meinem Suchprogramm, einer selbst programmierten Software, die alleine in einer Nacht 200 bis 300 Galaxien fotografiert.</p>
<p><strong>Wie findet man überhaupt eine Supernova?</strong></p>
<p>Um eine Supernova zu finden, kann man sich entweder auf sein Glück verlassen oder kann die Sache mit System angehen. Das Entscheidende ist, so viele Galaxien wie möglich in einer Nacht abzulichten &#8211; das müssen keine schönen oder besonders tiefen Bilder sein.</p>
<p><strong>Wie geht es weiter, wenn man die Aufnahmen gemacht hat?</strong></p>
<p>Man muss die entstandenen Bilder mit Bildern der Galaxien aus Datenbanken abgleichen. Als normal arbeitender Mensch liegt natürlich der Gedanke nahe, das Ganze soweit es geht zu automatisieren. Ich habe ein computergesteuertes Teleskop und bin von Beruf Softwareentwickler &#8211; das hat ganz gut gepasst.</p>
<p><strong>Was haben Sie getan, als Sie dachten, eine Supernova entdeckt zu haben?</strong></p>
<p>Naja, der erste Gedanke war natürlich „Oh Gott was mache ich denn jetzt?“. Zum Glück hatte ich mich schon vorher ein bisschen für das Thema <a href="http://www.cfa.harvard.edu/iau/HowToReportDiscovery.html" target="_blank">Entdeckungen und Meldung</a> einer solchen interessiert. Meine Nachforschungen dahingehend waren aber nicht besonders intensiv. Und so musste ich dann erst mal in der Nacht lernen, wie man eine Entdeckungsmeldung schreibt und an wen. Das hat dann auch erst im dritten Versuch geklappt &#8211; mittlerweile habe ich da etwas mehr Routine.</p>
<p><strong>Was ist es für ein Gefühl, bestätigt zu bekommen, dass man tatsächlich eine bisher unbekannte Supernova entdeckt hat?</strong></p>
<p><a href="http://www.sternengucker.org/bilder/lupe/supernova-700x600.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.sternengucker.org/bilder/lupe/supernova-160x120.jpg" alt="Das Entdeckungsbild der Supernova SN2005cs - &copy; Wolfgang Kloehr" title="Das Entdeckungsbild der Supernova SN2005cs - &copy; Wolfgang Kloehr" align="left" /></a>Für einen Amateur ist das so ziemlich das Größte, denke ich. Allein der Gedanke, ab jetzt in den Geschichtsbüchern zu stehen &#8211; wenn auch nur ganz klein gedruckt &#8211; hat ja etwas. Am meisten umgehauen hat mich aber dann doch eine Mail, die ich ein paar Tage nach der Entdeckung von der NASA erhalten habe. Darin stand, dass gleich am nächsten Tag Beobachtungen mit XMM-Newton, dem Röntgensatteliten der ESO, gemacht wurden. Dazu kam dann noch mit SWIFT ein Satellit der NASA, das Hubble-Teleskop und dann auch noch das VLA Radio-Observatorium in New Mexiko. Alles Dinge, die man nur so aus Film und Fernsehen kennt und das alles aus dem heimischen Garten. Das Ganze war dann unterzeichnet mit „NASA &#8211; Marshall Space Flight Center Huntsville, AL, USA“. Naja was soll ich dazu sagen&#8230;</p>
<p><strong>Sie haben mittlerweile einige Supernovae entdeckt. Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen, ausgerechnet „Jagd“ auf expolodierende Sterne zu machen?</strong></p>
<p>Es erschien mir irgendwie das Einfachste zu sein. Motiviert durch einige Amateure in den USA und auch durch meinen Beruf als Softwareentwickler hat es mich ganz einfach gereizt, das Teleskop zu hundert Prozent die ganze Nacht automatisch zu steuern. Das ist auch einfach ein bisschen ein Zahlenspiel. Man sagt: In hundert Jahren gibt es eine Supernova pro Galaxie – das heißt, wenn man es schafft hundert Galaxien mehr oder weniger regelmäßig pro Jahr zu beobachten, sollte man mindestens eine Supernova finden.</p>
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		<title>Eine zufällige Entdeckung</title>
		<link>http://www.sternengucker.org/index.php/artikel/eine-zufallige-entdeckung/</link>
		<comments>http://www.sternengucker.org/index.php/artikel/eine-zufallige-entdeckung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 14:32:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Entdecker]]></category>
		<category><![CDATA[Entdeckung]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Juli 2002 entdeckte der damals 24-jährige Sebastian Hönig den Kometen C/2002 O4, der nach seinem Entdecker "Hönig" benannt wurde. Diese Entdeckung war die erste visuelle Kometenentdeckung aus Deutschland seit 1946. Ein Interview mit dem Kometenentdecker.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Juli 2002 entdeckte der damals 24-jährige <a href="http://www.sungrazer.org/" target="_blank">Sebastian Hönig</a> den Kometen C/2002 O4, der nach seinem Entdecker &#8222;Hönig&#8220; genannt wurde. Diese Entdeckung war die erste visuelle Kometenentdeckung aus Deutschland seit 1946. Damals hat Anton Weber gemeinsam mit zwei weiteren Astronomen den Kometen C/1946 K1 entdeckt. Bis Ende September 2002 war der Komet Hönig gut zu sehen, im November des gleichen Jahres wurde er ein letztes Mal gesichtet, bevor der Komet letztendlich zerbrach. Ein Interview.</p>
<p><span id="more-29"></span></p>
<p><strong>Herr Hönig, wie kam es zu Ihrer Entdeckung?</strong></p>
<p>Ich habe zu dieser Zeit regelmäßig nach Kometen gesucht. In dieser Nacht war ich jedoch vollkommen spontan unterwegs. Ich konnte nachts nicht schlafen, habe mein Teleskop eingepackt und bin von meinem damaligen Wohnort nahe Heidelberg in den Odenwald zum Beobachten gefahren. Beim Ausrichten des Teleskops blieb ich im wahrsten Sinne des Wortes in einer Himmelsregion im Pegasus hängen, in dem sich ein nebliges Fleckchen befand. Da ich wusste, dass in dieser Region nichts Helles zu finden sein sollte, habe ich das Objekt verfolgt. Nach etwa 20 Minuten habe ich ein leichte Bewegung festgestellt, was ziemlich eindeutig auf einen Kometen hinweist. Ich habe mir die ungefähre Position notiert – mangels Papier auf der Rückseite eines Getränkeflaschenetiketts – und habe mein Teleskop wieder eingepackt.</p>
<p><strong>Was haben Sie dann getan?</strong></p>
<p>Als ich wieder auf dem Heimweg war, habe ich mir gedacht, das kann nicht wirklich etwas Neues sein – und bin tatsächlich erst einmal schlafen gegangen. Am nächsten Morgen hab ich dann die ungefähre Position überprüft und herausgefunden, dass tatsächlich kein bekanntes Objekt in dieser Himmelsregion steht. Nach mehrmaligem Gegencheck war ich dann selbst überzeugt, dass ich tatsächlich einen neuen Kometen entdeckt haben könnte. Ich habe <a href="http://www.cfa.harvard.edu/iau/HowToReportDiscovery.html" target="_blank">die Entdeckungsmeldung an die zuständigen Stellen in den USA weitergeleitet</a> und fing dann an, nervös zu werden.</p>
<p><strong>Und dann wurde Ihre Entdeckung bestätigt. Was ist das für ein Gefühl?</strong></p>
<p>Bei meiner Entdeckung hat es aus unglücklichen Gründen recht lange gedauert, bis der Komet bestätigt wurde: fünf Tage. Nach den ersten Tagen ohne Bestätigung habe ich schon an der Entdeckung gezweifelt. Als ich von einem befreundeten Amateur-Kometenbeobachter sehr überraschend die erlösende Nachricht am Telefon erhielt, war das sehr erlösend und unglaublich aufregend. Ich konnte die nächsten paar Nächte nicht mehr richtig schlafen. Dazu kamen dann viele Pressetermine und ähnliches. Ich hab mir jeden freien und klaren Abend Zeit genommen, den Kometen zu beobachten, der meinen Namen trägt. Das war natürlich ein außergewöhnliches Erlebnis, das sich allerdings sehr schwer beschreiben lässt.</p>
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