Sep 06

Das Blog-Teleskop #8

von Tanja Morschhäuser

Nachdem das Blog-Teleskop in den vergangenen Wochen von einem Astronomie-Blogger zum nächsten weitergereicht wurde, ist es am Tag der Astronomie hier angekommen.


Für diejenigen, denen das Blog-Teleskop bisher noch nicht begegnet ist: Initiiert wurde es von Florian Freistetter im Blog „Astrodicticum Simplex“ und beobachtet seitdem die deutschsprachige Astro-Blogosphäre. Alle zwei Wochen berichtet ein anderer Blogger, was sich getan hat. Die vorige Ausgabe kann man im Fischblog nachlesen.

Seit über vier Jahren ist die Kometensonde Rosetta bereits unterwegs – gestern sollte sie einen Asteroiden passieren, schreibt Michael Khan und auch Florian Freistetter und Ludmila Carone beschäftigen sich mit dem Thema. Im Nachbarblog Uhura Uraniae wird es historisch: Es geht darum, die Lücke in der europäischen Wissenschaftsgeschichte zu füllen, die sich meist zwischen Ptolemäus und Copernicus auftut.

„Über die Kunst, ein astronomisches Gerät zu bauen“
, berichtet Leonard Burtscher und meint damit eine einwöchige Sommerschule in Heidelberg, wo Konzepte und Realisierungen der nächsten Generation von Teleskopen vorgestellt werden.

Jan Hattenbach und Andreas Müller widmen sich dem heutigen Tag der Astronomie – bei der dichten Wolkendecke müssen sich die Astronomieinteressierten heute wohl mit Vorträgen begnügen… Wenn Wolken die Sicht stören, kann man auch immer auf Bilder zurückgreifen, wie es Helmut Dannerbauer tut. Er stellt die „Tausend-Rubine-Galaxie“ M83 kurz vor.

Harald Lesch, einer der bekanntesten Astrophysiker moderiert seit dieser Woche „Abenteuer Forschung“ im ZDF. Die erste Folge behandelte das Thema Begrenztheit von Rohstoffen (in der ZDF-Mediathek online verfügbar) – und Stefan Oldenburg findet Leschs Einstand gelungen.

Anlässlich des 8. Europäischen Symposiums zum Schutz des Nachthimmels beschäftigt sich Maria Pflug-Hofmayr mit dem Thema Lichtverschmutzung. Außerdem setzt sie sich mit dem LHC und der Aussage, „wenn man nicht weiß, was bei einem Experiment herauskommt, ist es nicht harmlos“ auseinander.

Die mit Abstand aktivsten Astroblogger der vergangenen zwei Wochen sind im Übrigen bei den Scienceblogs beheimatet: Ludmila Carone (17 Beiträge seit dem letzten Blog-Teleskop) und Florian Freistetter (8 Beiträge seit dem letzten Blog-Teleskop). Deshalb folgt hier nur eine Auswahl.

Ludmila Carone hat Panik vor ihrem ersten Radiointerview, das sie dann doch gut übersteht und zum Nachhören einstellt. Außerdem beschreibt sie in einem Artikel sehr anschaulich, welche wissenschaftlichen Theorien wir ganz selbstverständlich im Alltag verwenden.

Florian Freistetter widmet sich einem Astronomy Picture of the Day, das Erde und Mond aus einer Distanz von etwa 50 Millionen Kilometern zeigt. Außerdem schreibt er einen ausführlichen Eintrag über „Trojaner am Himmel“ – die wider Erwarten keine Computerviren sind, sondern eine spezielle Art von Asteroid. Besonders kurios ist der Eintrag über Würste, die angeblich durch die Beschallung mit klassischer Musik besser werden sollen

Jul 30

Update: Sonnenfinsternis, Blogschau, Videos

von Tanja Morschhäuser

Der Countdown läuft – am Freitag (1.8.) verfinstert sich auch über Deutschland teilweise die Sonne. Obwohl man nur in Asien in den Genuss einer totalen Finsternis kommt, kann man auch in Deutschland dem Ereignis beiwohnen – über das Internet. Jan Hattenbach hat in seinem Blog „Himmelslichter“ Links rund um die Sonnenfinsternis zusammengetragen.

Wer sich wundert, wo die regelmäßige Blogschau auf sternengucker.org abgeblieben ist, dem empfehle ich einen Blick durch das „Blog-Teleskop“, das Florian Freistetter vor einiger Zeit ins Leben gerufen hat. Alle zwei Wochen schaut ein Astroblogger durch das Teleskop in die astronomische Blogosphäre. Momentan befindet sich das Blog-Teleskop im Blog „Einsteins Kosmos“ von Andreas Müller.

Und noch zwei Hinweise in eigener Sache: Ganz aktuell werden zwei Videos dieser Website auf astronomie-heute.de präsentiert. Vor einiger Zeit wurde der Sternengucker außerdem in der Wisskomm-Wochenschau vorgestellt (0:50-1:36 Min.):

Jul 18

Update: Petition gegen Lichtverschmutzung

von Tanja Morschhäuser

Vor einiger Zeit habe ich hier einen Artikel über Lichtverschmutzung veröffentlicht und darin auch die Petition an den deutschen Bundestag erwähnt.

Kosmologger Jan Hattenbach hat jetzt weitere Informationen vom Initiator der Petition bekommen und schreibt, dass

das Thema voraussichtlich im Oktober 2008 vor dem Ausschuss in einer Sitzung zu Umweltfragen diskutiert werden wird.

Weitere Informationen dazu gibt es in Jans Blog „Himmelslichter“.

Jul 12

Der Sternschnuppen-Monat August

von Tanja Morschhäuser

Der Juli ist noch nicht vorbei, da freuen sich passionierte Sternengucker schon auf den August. Sie mögen sich auf die (in Europa nur partiell sichtbare) Sonnenfinsternis am 1. August freuen – doch erst die periodischen Meteorströme im August machen so manche Nacht zu einem richtigen Erlebnis.

Der wohl bekannteste Sternschnuppen“regen“ ereignet sich zwischen dem 9. und 13. August: Die Perseiden, im Volksmund auch als „Laurentius-Tränen“ bekannt. Das Maximum an sichtbaren Sternschnuppen wird in der Nacht vom 11. auf den 12. August erwartet, dann kann man bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zählen – oder den einzigartigen Anblick einfach genießen.

Die Perseiden leiten ihren Namen vom Sternbild Perseus ab, da die Sternschnuppen scheinbar aus dessen Richtung auftauchen. Der Ursprung des Meteorstroms ist allerdings der Komet Swift-Tuttle. Unsere Erde kreuzt seine Bahn jedes Jahr am 12. August und das, was wir als „Sternschnuppen“ wahrnehmen, ist Materie, die der Komet verliert und die letztendlich in der Erdatmosphäre verglüht.

Weitere periodische Meteorströme des Monats August sind die Kappa-Cygniden (2.-24. August), die Cepheiden (um den 17. August) und die Alpha-Aurigiden (25. August bis 5. September). Diese Meteorströme sind jedoch längst nicht so beeindruckend wie die Perseiden – man kann mit einem Maximum von „nur“ fünf bis zehn Sternschnuppen pro Stunde rechnen.

Übrigens: Man kann Sternschnuppen nicht nur zum eigenen Vergnügen beobachten, man kann mit dieser Beobachtung auch der Wissenschaft einen Dienst erweisen. Wie das geht, beschreibt Jan Hattenbach in seinem Blog.

Jul 05

In eigener Sache

von Tanja Morschhäuser

Bisher war der „Sternengucker“ ein Diplomarbeits-Projekt, mein „Baby“, mit dem ich mich beinahe 24 Stunden am Tag beschäftigt habe. Mittlerweile habe ich meine Diplomarbeit beendet, sie wurde bewertet (und für „sehr gut“ befunden) – jetzt geht es hier mit einer neuen Optik weiter: Weg vom Magazin-Style und back to the roots, zum Blog-Charakter.

Da ich jetzt nicht mehr meine komplette Zeit dieser Website widmen kann, werde ich alleine nicht in der Lage sein, hier regelmäßig für neue Artikel zu sorgen. Deshalb – und um für „frischen Wind“ und andere Blickwinkel zu sorgen – bin ich auf der Suche nach Mitstreitern.

Wer sich vorstellen kann, im „Sternengucker“ über verschiedene Facetten der Amateurastronomie zu berichten (als Text, Bild, Video, Audio etc.), der sollte unbedingt per Mail Kontakt mit mir aufnehmen. Um hier zu schreiben muss man kein absoluter Astronomie-Profi sein – das bin ich weiß Gott auch nicht. Im Gegenteil: Ich würde mich auch über Artikel von „Anfängern“ freuen, die von ihren ersten astronomischen Schritten erzählen. :-)